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Voodoo

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Voodoo
Vodou.JPG

Erste Referenz: It Takes a Village, Part 1
"Voodoo" auf Wikipedia

Voodoo (in Haiti Vaudou) ist eine animistische Mischreligion, welche die Sklaven aus Westafrika nach Amerika mitgebracht und mit Elementen aus den dortigen indianischen Religionen und denen der Sklavenhalter kombiniert haben. In den animistischen Religionen sind die Menschen von Geistern umgeben, mit denen sie in ihren Zeremonien Kontakt pflegen. Ihre Gegenwart wird sichtbar, indem sich die Teilnehmer von ihnen "reiten" lassen, sie sind dann "besessen" und bewegen und sprechen, wie es der Geist will. Bei uns ist fast nur die Schwarze Magie bekannt, also genagelt Puppen etc., genauso wichtig ist aber die Weisse Magie des "Medizinmanns", der die Behandlung mit Pflanzen kennt.

Über

Comic:It Takes a Vilage, Teil 1

Der Haitianer erinnert sich an seine Jugend in Haïti. Sein Vater Guillame war Priester und Chef eines Dorfes und suchte die Gunst der Loa (und mit seine eigenen Kräften), sein Dorf gegen die Duvaliers und deren Tontons Macoutes zu schützen. Als diese Terrormiliz ihn festnehmen will, bannt er sie mit den Worten "Ich schreite mit Legba und Ogun. Ich ruhe auf Samara und Delun."

Comic:It Takes a Village, Teil 2

Die Folter an Guillame wird als Strafe aufgefasst, weil er die Loa verraten habe, und sie lassen ihn hängen. Wenn er aufrichtig mit den Loa umgegangen wäre, hätten die Tontons Macoutes ihm nichts anhaben können. Um ihre Gunst wieder zu gewinnen, macht Guillame ein zeremonielles Opfer für Ogun und Legba. Ohne Opfergaben leiden die Geister Hunger. Später, als der Junge wegen seines negativen Einflusses geschlagen wird, betet er zu den alten Göttern und hat den Eindruck, dass sie ihn nicht anhörten.

Comic:It Takes a Village, Part 3

Guillame ist überzeugt, dass seine Kräfte über ihn kommen, wenn die Loa ihn reiten. Um sie zurückzugewinnen geht er mit seinem Sohn zu dem "Wegekreuz", ein Ort mit Totenmasken in den Fels gehauen. Zusammen machen sie den "dunklen Gang" der Loa Petro.

Comic:It Takes a Village, Teil 4

Der Haitianer erklärt, es sei die Leidenschaft gewesen, welche seinen Vater zu so einem mächtigen Houngan gemacht habe. An dem Wegekreuz, wo sich "das Geisterreich mit der Menschenwelt kreuzt", hat der Vater nach dem Befehl der Loa gehandelt, sie haben ihm befohlen, den eigenen Sohn im Namen der Transzendenz zu opfern.

Comic:The Crossroads

Der Haitianer kehrt viele Jahre später zu dem Wegekreuz zurück. Obwohl er nicht den Vaudou-Regeln seines Vaters folgt, braucht auch er Symbole und Pflanzen, um in einer Zeremonie Kontakt zu den Geistern herzustellen. Er erbittet von der geflügelten Schlange Hilfe für seine Mission.

Anmerkungen

  • Der Houngan ist der männliche Priester (die Priesterin heisst "Mambo"), verantwortlich für die Pflege der religiösen Traditionen und die Aufrechterhaltung der guten Beziehungen zwischen den Loa und der Gemeinde.
  • Die Loa sind die Geister, welche die Haitianer verehren. In den Zeremonien ruft die der Houngan herbei, macht ihnen Opfergaben und erbittet von ihnen bestimmte Leistungen.
  • Legba ist der Vermittler zwischen Loa und Mensch, eine Art "Stimme Gottes": er erleichtert die Verständigung, Sprache und Einsicht. Er ist der Führer, der die Seelen der Verstorbenen über die Kreuzungen führt.
  • Ogun regiert über Feuer, Eisen, Jagd, Politik und Krieg. Er ist mächtig, gewaltig, sieghaft, kann aber auch zornig und zerstörerisch sein. Er gibt den Menschen hellseherische und magische Kräfte.
  • Baron Samedi ist der Totengott, steht der Überlieferung nach auf den Kreuzungen, welche die toten Seelen zuerst überqueren müssen.
  • Petro ist eine Familie von Loas, die möglicherweise erst in Haïti unter der Sklavenschaft entstanden ist. Sie sind die "heissen" Geister (im Gegensatz zu den "kühlen" Rada) und werden als streitbar und ruhelos beschrieben. Obwohl nicht eindeutig der schwarzen Magie zuzuordnen können Petro gefährlich werden, wenn man sie reizt. Sie sind verantwortlich für Verwünschungen, Tötung und die Herstellung der Untoten.
  • Die meisten populären Voodoo-Vorstellungen, einschliesslich der Verwendung von Voodoo-Puppen und die der Zombies entstammen entweder ganz anderen Religionen oder sind den ursprünglichen Funktionen innerhalb derselben entfremdet dargestellt.

Wissenswertes

  • Obwohl 80% der Haitianer offiziell der römisch-katholischen (Staats-) Religion von Haiti angehören, praktizieren etwa die Hälfte von ihnen auch Wodu, üblcherweise vermischt mit anderen Religionen. Die meisten Wodu-Sekten verlangen von neuen Mitgliedern zuerst, katholisch zu werden. Die Loa haben auch jeweils ihre Entsprechungen in den katholischen Heiligen.
  • Manche Haitianer halten Wodu nicht für eine eigene Religion in unserem Sinne, es gibt aber auch eine Bewegung, die ihm seinen Platz zurückgeben will. Am 8. März 2008 wurde Max Beauvoir zu ihrem Oberhaupt erklärt.
  • Guillame nennt neben den Loa Legba und Ogun auch "Samara und Delun". Diese beiden hat der Verfasser Joe Kelly nach eigenen Worten dazu erfunden.


Sonstige Referenzen Bearbeiten

BarbieBushidoCú ChulainnEvolutionGannon AutovermietungGehirnHerzJudentumKaliOrigamiSchleichwerbungSelbstmordRMO120VergewaltigungVoodoo"Yatta!"

Übrige Referenzen: Referenzen zu anderen WerkenReferenzen zu ComicsReferenzen zu FilmenReferenzen zu HeroesReferenzen zu Menschen